SinusTon | 7. Magdeburger Tage der elektroakustischen 26. - 29. Oktober 2017 | Magdeburg

         


Interpreten (Auswahl)



 

Ludger Hennigs klangkünstlerische Arbeit begann Anfang der 1990er Jahre mit ersten Experimenten an klingenden Materialien mit sehr langen Stahlsaiten, Glasplatten und später mit der Herstellung von klingenden Stahlskulpturen und Objekten. 1997/98 arbeitete er an beweglichen Klangobjekten für die Komposition OP! von Hans Joachim Hespos (Ensemble 13, ZKM).
Seit 2001 liegt der Schwerpunkt seiner installativen Werke in der Manipulation räumlicher GrössenDimensionen mit klingenden Stahlobjekten und vibrierender Bausubstanz. Seit 2005 erweiterte er sein künstlerisches Arbeitsfeld auf die improvisierte Musik und Live Elektronik und arbeitete in diesem Rahmen mit unterschiedlichen Projekten zusammen. Seit 2000 ist Ludger Hennig Bereich Kunst- und Medientechnik und Medien Kunst Restauration für diverse Künstler und Ausstellungsprojekte tätig. Seit 2007 arbeitet er u.a. für den amerikanischen Videokünstler Bill Viola.

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Franz Danksagmüller zählt als Komponist und Organist durch seine innovativen Projekte, außergewöhnlichen Orgelimprovisationen und seine Live-Elektronik Performances zu den kreativsten Köpfen der internationalen Konzertszene. Als Organist und Performer ist er sowohl solistisch als auch in unterschiedlichen Besetzungen tätig.
In seinen Kompositionen lotet er die Verbindung von klassischen Klangkörpern mit Live-Elektronik immer wieder neu aus und legt dabei einen Schwerpunkt auf die Verwendung von historischen Instrumenten und menschlicher Stimme in all ihren Ausdrucksformen. Eine besondere Rolle nehmen Live-Performances zu Stummfilmen in unterschiedlichsten Besetzungen ein, die sich ebenfalls im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation bewegen.
Franz Danksagmüller studierte Orgel, Komposition und elektronische Musik in Wien, Linz, Saarbrücken und Paris. Zu seinen Lehrern zählen Michael Radulescu, Daniel Roth, Erich Urbanner und Karlheinz Essl.
Von 1995 bis 2003 wirkte Franz Danksagmüller als Dozent an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Von 1999 bis 2005 war er Organist und Komponist am Dom in St. Pölten (Österreich), seit 2005 ist er Professor für Orgel und Improvisation an der Musikhochschule Lübeck.

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Robin Minard (geboren 1953 in Montreal) studierte Komposition und elektroakustische Musik in Kanada und Paris und sieht den Schwerpunkt seiner Arbeit seit den frühen 1980er Jahren in den Bereichen der elektroakustischen Komposition und von Klanginstallationen im öffentlichen Raum. 1990 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD und von 1992 bis 1996 Lehrbeauftragter am Elektronischen Studio der TU Berlin. Seit 1997 ist er Professor für elektroakustische Komposition und Klanggestaltung an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT sowie der Bauhaus-Universität in Weimar, wo er seit 2004 lebt, und hat die Leitung des Studios für elektroakustische Musik (SeaM) inne.

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Seit 2007 erforscht das Ensemble AUDITIVVOKAL DRESDEN mit seinem Leiter Olaf Katzer das musikalische Terrain auf ganz unkonventionelle Weise. Die Sängerinnen und Sänger des Ensembles beherrschen neue mikrotonale Klangwelten genauso wie das gesamte Spektrum an vokalen Multiphonics.
Aus der intensiven ästhetischen Auseinandersetzung des Dresdner Ensembles mit den heutigen kompositorischen Sichtweisen auf die menschliche Stimme im Rahmen zahlreicher Kompositionsaufträge an junge wie renommierte Komponisten entstand in den vergangenen Jahren die „Neue Dresdner Vokalschule“.
AUDITIVVOKAL DRESDEN reüssiert regelmäßig auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland und folgt Einladungen in die wichtigen Konzerthäuser der deutschen Musikzentren. Workshops und Meisterkurse für junge Kompositions- und Gesangsstudierende an renommierten H ochschulen wie der Dresdner Musikhochschule oder der Manhattan School of Music New York sind dem E nsemble ein wichtiges Anliegen. Auch für die jüngste Generation schafft das Ensemble besondere Angebote und arbeitete u. a. mit Schülerinnen und Schülern aus Dresden in einem Kompositions- und Vermittlungsprojekt zusammen.

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Der Gitarrist Seth Josel wurde 1961 in New York geboren. Er studierte an der Manhattan School of Music in New York und an der Yale University. Zu seinen Lehrern zählten Manuel Barrueco und Eliot Fisk. 1988 erhielt er das Fulbright-Hays-Stipendium der amerikanischen Regierung und 1992/93 ein Stipendium der Akademie Schloss Solitude Stuttgart. Neben seiner Tätigkeit als Solist war er von 1991 bis 2000 festes Mitglied des Ensembles Musikfabrik NRW. Seth Josel war an zahlreichen CD-Einspielungen mit dem Ensemble Musikfabrik NRW, dem Rundfunksinfonie-Orchester Berlin, dem Schönberg Ensemble Amsterdam, Champ d’Action Antwerpen und als Solist beteiligt.

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Kirsten Reese studierte Flöte, elektronische Musik und Komposition in Berlin und in New York. Als Komponistin und Klangkünstlerin komponiert und produziert sie Werke für elektronische Medien und Instrumente sowie für intermediale und interaktive Installationen. Seit 2005 unterrichtet Kirsten Reese Komposition und elektronische Klanggestaltung an der Universität der Künste Berlin, seit 2012 als Gastprofessorin. Von 2007 bis 2009 war sie Gastprofessorin für Künstlerische Transformationsprozesse, gemeinsam mit den Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen der Gruppe Stille Post. Kirsten Reese ist Mitglied der künstlerischen Leitung der KlangKunstBühne der UdK Berlin sowie Mitglied des Beirats des Studium Generale. In den vergangenen Jahren bildeten Kompositionen, temporäre Installationen und Audiowalks für Landschaften und den urbanen Außenraum Schwerpunkte ihrer Arbeit. Ihr Interesse für die Kontextualisierung von Medien, Mediengeschichte und elektronischer Komposition spiegelt sich in der Instrumentalkomposition für den historischen Fairlight Synthesizer bzw. Sampler und E-Gitarre wider („the lightest words had the weight of oracles”, 2014). Kirsten Reese erhielt zahlreiche Stipendien und Preise und ihre Arbeiten wurden international bei Ausstellungen und auf Festivals gezeigt.

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Sebastian Berweck ist einer der profiliertesten Pianisten und Performer für experimentelle zeitgenössische Musik. Er hat über 220 Stücke ur- und erstaufgeführt, von denen die meisten ihm gewidmet sind. Sein Repertoire besteht fast ausschließlich aus neuesten Stücken, die oft einen großen Körpereinsatz erfordern, Elektronik einsetzen oder die kein anderer spielen will. Er ist promoviert, Mitglied von stock11 und lebt in Berlin.

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Das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM) wurde 1980/81 gegründet. "Klang-Reise" lautete der Titel zahlreicher Konzerte, die es in den ersten Jahren seines Bestehens gab. Das fing in einer illegalen Erfurter Galerie an, führte in zahlreiche Kirchen und nach Jahren sogar in den (Ost-) Berliner "Palast der Republik". Inzwischen hat es in 30 Ländern gastiert.
Charakteristisch für das Ensemble ist die enge Verzahnung zwischen Instrumenten und Live-Elektronik, wodurch nicht nur eine Fülle neuer Klangfarben entsteht, sondern auch bisher kaum vorstellbare kommunikative Prozesse ausgelöst werden. Das im Computer befindliche mobile Studio wird als Musikinstrument eingesetzt. Technik fungiert nicht mehr als ergänzendes Beiwerk, sondern als Bestandteil des instrumentalen Wechselspiels. Seit Anfang der 90er Jahre widmet sich das EFIM hauptsächlich Eigenprojekten. Es ist dabei stets auf der Suche nach "besonderen Orten", deren Ausstrahlung Akteure wie Zuhörer in gleicher Weise beflügelt. Das können Parkanlagen ebenso sein wie Steinbrüche, die des Nachts geheimnisvoll illuminiert werden.
Seit 2010 leitet es jährlich Seminare zur Interpretation Intuitiver Musik bei den Stockhausen-Kursen in Kürten.

Besetzung:
Daniel Hoffmann, Trompete/Flügelhorn
Matthias von Hintzenstern, Violoncello/Obertongesang
Hans Tutschku, Live-Elektronik
Michael von Hintzenstern, Klavier/Harmonium/Orgel

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Brett Copland, Tubist und Komponist, zur Zeit Doktorand an der Eastman School of Music. Projekte beim International Human Rights Arts Festival 2017,beim Blue Lake Fine Arts Camp, bei den Haus Marteau Kursen in Lichtenberg, und als Mitglied des Kollektivs Northern Winds Konzerte in Deutschland, Österreich und Holland. Zahlreiche Kompositionen für Instrumentale und Elektronik sowie für Videospiele und Mobile Apps. Brett spielt eine Meinl Weston 2000 CC Tuba und eine Meinl Weston 45slp F Tuba.

Miles Friday ist ein Komponist und Klangkünstler aus Seattle, zur Zeit MA-Kandidat an der Eastman School of Music. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den ASCAP Morton Gould Young Composer Award, den Wayne Brewster Barlow Prize, einen Hutton Honors College Creative Grant, und den Dallas Festival of Modern Music Emerging Composer Award. Er studieret Komposition und elektronische Musik an der Indiana University und bei der Manifeste Academie am Pariser Ircam.

Nikolas Jeleniauskas ist ein multidisziplinärer Künstler, der Komposition, digitales Design, und Tanz miteinander verbindet, zur Zeit Doktorand an der Eastman School of Music. Konzerte und Aufführungen u.a mit Society for New Music, Trio Alexander, North/South Consonance, Matilda Joslyn Gage Foundation, Indiana University Ballet Department und Eastman Composers Sinfonietta. Als Tänzer Auftritte mit Violette Verdy, Michael Vernon, and Jacques Cesbron und als Gasttänzer mit Syracuse City Ballet, Utica Dance, Society for New Music, Ajkun Ballet Theatre, Dance Center North, Ellen Sinopoli Dance Company, Kirkland Arts Center, Mohawk Valley Ballet und Indiana University Ballet Theater.

Oliver Schneller ist ein international tätiger Komponist und Klangkünstler, seit 2015 tätig als Professor für Komposition und Direktor des Eastman Audio Research Studios [EARS] an der Eastman School of Music in Rochester.

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Bildnachweise:

1. Ludger Hennig (Foto: Josephine Prkno)
2. Franz Danksagmüller (Foto: Olaf Marzahn)
3. Robin Minard (Foto: Jens Hauspurg)
4. AUDITIVVOKAL DRESDEN (Quelle: Ensemble)
5. Seth Josel (Foto: Hiromi Hoshiko)
6. Kirsten Reese (Foto: Harry Schnitger)
7. Sebastian Berweck (Foto: privat)
8. EFIM (Foto: privat)

 

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